Hochauflösende "Indoor"-Ortungssysteme

Ortungssysteme finden zahlreiche Anwendungen in der Praxis, wie z.B. die Navigation von Flugzeugen und Schiffen. Hierbei empfängt das zu ortende Objekt mehrere elektromagnetische Signale, die durch Sender bekannter Koordinaten (Orte) ausgestrahlt sind. Damit kann das Objekt die entsprechenden Entfernungen berechnen, und seine genaue Position bestimmen. Die bekanntesten Beispiele dieses Verfahrens sind das amerikanische GPS und das Europäische "Galileo" Ortungssysteme, in denen sich die Sender an Bord von Satteliten befinden, welche die Erde umkreisen. Die Erweiterung dieses Verfahrens auf geschlossene Räume, um ein lokales (sogenanntes "Indoor") Ortungssystem zu entwickeln, stellt heutzutage ein sehr aktuelles Forschungsthema und gleichzeitig eine große technische Herausforderung dar. Die Hauptschwierigkeiten dabei sind die Ortungsauflösung, die von der Signalbandbreite abhängig ist, und die mehrfache Reflexion der Sendersignale an den Wänden des geschlossenen Raums sowie anderen Gegenständen, die sich im Raum befinden. Wegen der Tatsache, dass die Lichtgeschwindigkeit (mit der sich die elektromagnetische Strahlung ausbreitet) viel größer als die Schallgeschwindigkeit ist, bietet ein Ultraschallortungssystem eine viel bessere Auflösung als ein elektromagnetisches System, das die gleiche Signalbandbreite benutzt. Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts werden hochauflösende "Indoor"-Ortungssysteme entwickelt, erprobt und im Hinblick auf die erreichbare Auflösung optimiert. Dies betrifft sowohl elektromagnetische als auch Ultraschall-Systeme.

 

Fig. 1

Versuchsaufbau Ultraschall-Ortungssystem

 

 

 

Letzte Änderung: 10.07.2012 - Ansprechpartner:

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